Gut zu wissen...


Pferde impfen


Equine Influenza (Pferdegrippe)

  • Zwei Impfungen im Abstand von 21-92 Tagen (Grundimmunisierung)
  • NEU: Dritte Impfung innerhalb von 6 Monaten (+/- 21 Tage) nach der zweiten Impfung. 
    FEI, Galopp Schweiz und Suisse Trot obligatorisch. 
    SVPS: obligatorisch für alle Fohlen geboren ab dem 1.1.2013 sowie neu grundimmunisierte Pferde 
  • Wiederholungsimpfung innerhalb von 365 Tagen: SVPS, Suisse Trot obligatorisch 
  • Wiederholungsimpfung innerhalb von 6 Monaten (+/- 21 Tage) FEI, Galopp Schweiz obligatorisch
  • Nach der Impfung 7 Tage Karenzzeit bis zur Sportveranstaltung.

Richtlinien des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport über das Impfen von Pferden gegen Equine Influenza (Pferdegrippe)

http://www.fnch.ch/de/Service/Pferdepasse-Sportpferderegister/Impfvorschriften.html

 

 

Tetanus (Starrkrampf)

  • Zwei Impfungen im Abstand von 21-92 Tagen (Grundimmunisierung), 1. Booster im Abstand von 6 Monaten (1/-21 Tagen)
  • Wiederholungsimpfung innerhalb von 3 Jahren
  • Anschliessend Wiederholungsimpfung alle 2-3 Jahre 
  • Nach der Impfung 7 Tage Karenzzeit bis zur Sportveranstaltung
  • Im Falle einer Verletzungen bei nicht richtig geimpften Pferden kann Tetanusserum verabreicht werden (Wirkung; 2 Wochen). 
  • Eine neue Studie zeigte, dass nach einer korrekten Grundimmunisierung (siehe oben), Pferde bis mindestens 3 Jahre einen ausreichend hohen Starrkrampf-Antikörpertiter aufweisen. 
  • Bei Pferden, welche sehr sensibel auf die Tetanus-Impfung reagieren, steht neu ein Schnelltest zur Verfügung, welcher die Anzahl Antikörper messen kann. Somit kann der Abstand der Wiederholungsimpfung bestimmt werden.   

Richtlinien des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport über das Impfen von Pferden gegen Tetanus (Starrkrampf)

http://www.fnch.ch/de/Service/Pferdepasse-Sportpferderegister/Impfvorschriften.html

 

 

Equines Herpesvirus (Kombinationsimpfstoff EHV 1 und EHV 4)

 

Trächtige Stuten: 

  • Impfung im 5., 7. und 9. Monat empfohlen. 

Gesamte Betriebe (Zuchtbetriebe):

  • Zwei Impfungen im Abstand von 4-6 Wochen (Grundimmunisierung)
  • Wiederholungsimpfung innerhalb von 6 Monaten
  • Nach der Impfung 7 Tage Karenz bis zur Sportveranstaltung

Eine Herpesvirusinfektion bei einer trächtigen Stute kann zu Abort, Frühgeburt oder Geburt von schwachen Fohlen führen. Impfen führt nicht zum vollständigen Schutz der einzelnen Stute, jedoch wird der seuchenhafte Abort in einem Bestand verhindert. 

Pferde entwurmen


 

Aktuell wird ein Strategiewechsel für die Entwurmung des Pferdes von den Pferdeklinikern und Parasitologen der Vetsuisse Standorte Bern und Zürich gemeinsam unterstützt und propagiert. Die Neuausrichtung der Parasitenkontrolle sieht vor, den Behandlungsentscheid beim klinisch gesunden und erwachsenen Pferd auf das Ergebnis einer Kotuntersuchung abzustützen. Jungtiere haben ein erhötes Erkrankungsrisiko und sollten deshalb innerhalb der ersten vier Weideperioden noch nicht in diesen selektiven Behandlungsansatz einbezogen und regelmässig und gut entwurmt werden.

 

Genauere Informationen finden sie über den unten stehenden link oder über das PDF der Vetsuisse Standorte Bern und Zürich. Auch können Sie uns gerne kontaktieren, um die Entwurmungsstrategie Ihres Betriebes zu besprechen. 

 

http://www.paras.uzh.ch/diagnostics/veterinary/merkblatt/Helminthenprophylaxe_Pferd_Version_Tierhalter_Mai_2014.pdf 

 

Download
Informationen zu Helminthenprophylaxe (Entwurmung) der Vetsuisse Standorte Bern und Zürich für den Tierhalter.
Helminthenprophylaxe_Pferd_Version_Tierh
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Pferdekauf


Ein Pferdekauf ist oft eine wichtige Entscheidung und man sollte sich die Vor- und Nachteile eines eigenen Pferdes (Zeit, Verantwortung und finanzieller Aufwand) gut überdenken. Wichtig ist es auch, sich beim Pferdekauf von Fachpersonen beraten zu lassen.

 

Die Ankaufsuntersuchung des Tierarztes steht in einem engen Zusammenhang mit dem Vorgang des Pferdekaufes. Anders als bei anderen Kaufverträgen gibt es beim Kauf von Pferden (gemäss den Sonderbestimmungen des Obligationenrechts über den Viehhandel von 1883) eine Haftungsbeschränkung und eine verkürzte Gewährleistungsfrist. Diese "Währschaftsfrist" beläuft sich auf 9 Tage. Es liegt also im Interesse des Käufers, vor dem Abschluss des Kaufes sich ein Bild des Pferdes zu machen. Die Ankaufsuntersuchung des Tierarztes soll den aktuellen Gesundheitszustand des Pferdes erheben und Befunde, welche die Kaufentscheidung beeinflussen könnten, aufzudecken. 

WICHTIG: Eine Kaufuntersuchung ist eine Momentaufnahme des Gesundheitszustandes des Pferdes. Es kann keine Prognose über die zukünftige Entwicklung einzelner Befunde, des Gesundheitszustandes, der Einsatzfähigkeit oder der Verwendbarkeit des Pferdes gestellt werden.

Diese Untersuchung sollte von einem erfahrenen Tierarzt Ihres Vertrauens durchgeführt werden. Es ist anzuraten, die Untersuchung vor dem Kauf zu machen oder noch innerhalb der Währschaftsfrist. Natürlich besteht immer ein Kompromiss zwischen dem Umfang der Untersuchung mit den entstehenden Kosten und dem Kaufpreises des Pferdes. Der Umfang der Untersuchung ist zwischen dem Auftraggeber und dem Tierarzt abzusprechen. Eine vollständige klinische Untersuchung (medizinische Untersuchung, Lahmheits-, Augen- sowie Zahnuntersuchung) ist jedoch meist der Mindestumfang. Diese kann durch Zusatzuntersuchungen wie Röntgen der Strahlbeine und der Sprunggelenke erweitert werden. Weiterführende Untersuchungen wie Röntgen der Fesselgelenke, Knie, Halswirbelsäule oder Dornfortsätze (Rücken), Ultraschalluntersuchungen, Blutentnahmen für Dopinguntersuchungen, Endoskopien der Atemwege, komplettes Blutbild ect. komplementieren die Kaufuntersuchung und können in Absprache des untersuchenden Tierarztes und des Auftraggebers durchgeführt werden.  

Der Abschied 


Der Tag, an dem Sie sich von Ihrem Pferd verabschieden müssen, kommt leider irgendwann. Mir ist es wichtig, Ihnen in dieser schweren Zeit beizustehen. Die folgenden Informationen sollen Ihnen helfen, im Voraus informiert zu sein und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

 

Pferde können entweder euthanasiert ("eingeschläft") oder geschlachtet werden.

Bei der Euthanasie (per Definition "schöner Tod") können sie dabei bleiben, solange sie möchten. Generell ist zu beachten, dass ein ruhiger Ort ausgesucht werden sollte, vorzugsweise in der Nähe einer Wand. Es wird ein Venenkatheter gesetzt und Ihr Pferd wird mit einer Beruhigungsspritze sediert. Dabei steht das Pferd, hält aber den Kopf tief. Danach wird eine Narkosespritze verabreicht, wobei das Pferd langsam zu Boden sinkt und das Bewusstsein verliert. Unter dieser Vollnarkose wird dem Pferd eine weitere Narkosespritze gegeben, welche zur Euthanasie führt. Der Tod wird dann vom Tierarzt überprüft.

 

Nach dem Tod Ihres Pferdes müssen Sie sich entscheiden, was mit dem Tierkörper geschehen soll. Sie haben folgende Möglichkeiten:

  • Entsorgung: Tierkörper über 200kg werden von dem TMF Extraktionswerk, Bazenheid, SG (Tel: 071 931 40 40 ) durch Spezialfahrzeuge bei Ihnen abgeholt und in der Tiermehlfabrik entsorgt. Entsprechende Weisungen sind der Homepage http://www.tmf.ch zu entnehmen. Die Entsorgung ist durch den Tierhalter zu organisieren. Dabei ist zu beachten, dass die Eisen des Pferdes vorher entfernt werden müssen und dass der Lastwagen gut zum Tierkörper zufahren kann. 
  • Kremation: Pferde können im Pferdekrematorium, Kirchberg (Tel: 034 446 05 00) kremiert werden und sie erhalten auf Wunsch die Asche Ihres Tieres zurück. Der Transport ist in Absprache mit dem Krematorium durch den Tierhalter zu organisieren

Bei der Schlachtung wird das Pferd an einem Schlachthof mittels Bolzenschuss betäubt. Der Tod erfolgt anschliessen durch das Entbluten. Es können alle Pferde geschlachtet werden, auch Heimtiere oder auch Nutztiere, welche Medikamente bekommen haben. Entweder kann der Pferdekörper für die Lebensmittelproduktion verwendet werden (Nutztiere ohne Medikamente), oder aber für die Zooverwertung (Heimtiere/Nutztiere mit gewissen Medikamenten).